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Arbeitgeber blocken Fortschritt in zweiter Verhandlung – weitere Warnstreiks in Planung

In der zweiten Tarifverhandlung des niedersächsischen Kfz-Handwerks am Montag in Garbsen legten die Arbeitgeber das bereits aus Süddeutschland bekannte und unzureichende Angebot vor. Die Verhandlungskommission der IG Metall lehnte es entsprechend ab. Das Angebot umfasste 3 Prozent Erhöhung ab dem 1. Juli 2023 und weitere 3 Prozent ab dem 1. Juli 2024 bei einer Gesamtlaufzeit von 24 Monaten. Eine Inflationsausgleichsprämie wurde nicht beziffert, und die Forderung nach einer überproportionalen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen wurde abgelehnt.


Trotz bundesweiter Warnstreiks und Mobilisierung von über 17.000 Beschäftigten in Autohäusern und Werkstätten zeigten die Arbeitgeber keine Bereitschaft, auf die Forderungen der IG Metall einzugehen. „Auf der einen Seite die Gewinne mit Vollgas nach Hause fahren und auf der anderen Seite moderate Tarifabschlüsse fordern, das passt nicht zusammen! Wir sind am Montag mit dem Willen an den Verhandlungstisch getreten, eine gemeinsame Lösung für Niedersachsen zu zeichnen. Daran hatten die Arbeitgeber aber offensichtlich kein Interesse“, sagt Markus Wente, Verhandlungsführer der IG Metall, und weiter: „Sollten die Arbeitgeber auch in den anderen Tarifgebieten weiter auf der Bremse stehen, sind die Kolleginnen und Kollegen bereit, einen Gang hochzuschalten und die Hebebühnen auch längerfristig herunter zu fahren! Denn wichtige Kernpunkte unserer Forderung sind bis heute im Angebot nicht erfüllt.“


Die nächste Verhandlungsrunde in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ist für den 21. April geplant, gefolgt von Hamburg am 24. April und Bayern am 25. April. Am 28. April wird auch für Sachsen-Anhalt und die Tarifgebiete in den östlichen Bundesländern in Berlin verhandelt.


Die Planung der zweiten Warnstreikwelle läuft. Sprecht mit euren Kolleginnen und Kollegen und wendet euch an euren Betriebsrat oder die IG Metall vor Ort, um euch an den Warnstreiks zu beteiligen. Gemeinsam können wir für unsere Forderungen kämpfen und den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

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